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Nutzungsbedingungen / AGB
Kurzanleitung für sichere Passwörter
Eines vorweg - Es gibt keine wirklich sicheren Passwörter! Es gibt lediglich unsichere
Passwörter.
Auf dieser Seite wollen wir Euch Usern deswegeb ein paar Erklärungen rund um das Thema
"Passwortsicherheit" und Tipps für "sichere" Passwörter geben.
Wir weisen nochmals darauf hin, dass jeder von Euch selbst dafür sorgen muss, dass niemand
Unbefugtes Euren Account nutzt oder das Passwort herausfinden kann.
Anfang
Warum kein Passwort aus dem Wörterbuch?
Jedes Wort, dass in einem Wörterbuch steht, ist unsicher. Die Wahl der Sprache spielt dabei
nur eine untergeordnete Rolle, obwohl klar sein sollte, dass englische Wörter oder Wörter
in der eigenen Muttersprache unsicherer als bspw. Wörter in Suaheli sind.
Im Internet existieren Wörterbücher die bestens geeignet sind, sie in ein Programm zum
Brechen von Passwörtern zu füttern und Wort für Wort durchzutesten. Obwohl es ein gewisses
Maß an Sicherheit gibt, die Groß- und Kleinschreibung zu variieren (dort, wo sie eine
Rolle spielt), stellt auch dies kein allzu großes Hindernis dar.
Letztendlich können z.B. auch "WiNDbrEAkEr" oder "ChAttERtReFfeN" in einer angemessenen Zeit
entdeckt werden.
Anfang
Geburtstag als Passwort?
Die Verwendung von persönlichen Daten für Passwörter – allen voran Vor- und Nachnamen,
Geburtsdaten, Telefonnummern, Figuren aus Filmen und Büchern, Hobbys, Vorlieben des
Benutzers, Partners, eines Familienmitgliedes – sind ebenso beliebt wie unsicher.
Mehr noch als Wörter aus Wörterbüchern ergeben diese Passwörter Sinn und sind vor allem von
vermeintlichen Freunden und Bekannten mehr oder weniger leicht zu erraten.
Anfang
Musterketten alias "12345"
Beliebte Passwörter sind Zeichenketten, die Muster wie "qwertz", "asdasd" oder "1234" aufweisen
und daher besonders leicht zu tippen sind. Solche Passwörter sind unsicher, da sie
allgemein bekannt sind (es gibt eigens Wörterbücher mit solchen Musterketten).
Anfang
Brute-Force Attacken
Moderne Computer sind leistungsfähig. Zum aktuellen Zeitpunkt sind erschwingliche Rechnersysteme
in der Lage z.B. über 10 Millionen Schlüssel des Verschlüsselungsalgorithmus RC5
(der als sicher gilt) pro Sekunde auszuprobieren. Stellt man dieser Zahl Passwörter mit
einer Länge von 6 Buchstaben (Groß- oder Kleinschreibung) gegenüber, kann man ohne großen
Aufwand die benötigte Zeit zum Brechen errechnen:
52 mögliche Zeichen hoch 6 Zeichen Länge = etwa 20 Milliarden Kombinationen
20 Milliarden / 10 Millionen = 2000 Sekunden = etwa eine halbe Stunde
Aus dieser simplen Rechung ergeben sich zwei Konsequenzen:
- kurze Passwörter sind unsicher
- Passwörter mit einem kleinen Zeichenvorrat (z.B. nur Zahlen oder nur Kleinbuchstaben) sind
unsicherer als solche mit einem großen (z.B. Zahlen und Buchstaben und Sonderzeichen)
Anfang
Wie mach ich nun ein "sicheres" Passwort?
Passwörter sollten die folgenden Eigenschaften aufweisen, um ein akzeptables Maß an
Sicherheit zu gewährleisten:
- Passwörter sollten lang sein (mind. 8 Zeichen)
- Passwörter sollten Buchstaben/Zahlen/Sonderzeichen-Kombinationen enthalten
- Passwörter sollten keinen erkennbaren Sinn ergeben
Durch die folgenden Verfahren erhält man hinreichend sichere Passwörter, die trotzdem
leichter zu merken sind als willkürliche Buchstabenfolgen:
-
Verbindung zweier Wörter (mit gemischter Groß/Kleinschreibung) durch ein Sonderzeichen
(z.B. "ChatTEr$%TreFfEn", "GroSs#eltErN")
-
Die Anfangsbuchstaben eines Merksatzes, am besten mit zusätzlichen Sonderzeichen und Zahlen
(z.B. "g1rlt0g1rl#" für "girltogirl")
-
Sinnlose Wörter, die aus aussprechbaren Silben bestehen, idealerweise um Sonderzeichen
und Zahlen ergänzt (z.B. "kr0$3rlun?")
Anfang
WICHTIG: Verwende niemals eines dieser Beispiele als Passwort! Finde Dein Eigenes!
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Heute ist der 07.01.2009 |